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FĂźssen
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FĂźssen ist eine Stadt im bayerisch-schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Sie liegt im SĂźdwesten Bayerns an der Romantischen StraĂe und an der Via Claudia Augusta. Im Osten grenzt die Stadt an den Lech und im SĂźden an Ăsterreich. FĂźssen ist nach Kaufbeuren und Marktoberdorf die drittgrĂśĂte Stadt des Ostallgäus und die zweitgrĂśĂte des Landkreises Ostallgäu.
Die UrsprĂźnge der Stadt reichen bis in die RĂśmerzeit zurĂźck. Heute findet man in der Altstadt viele Brunnen, Geschäfte und die bis heute noch gut erhaltene Stadtmauer. Verkehrsanbindung besteht an die A 7, B 17, B 310 und die B 16 sowie durch Bahnverbindungen nach MĂźnchen und Augsburg. FĂźssen liegt am SĂźdende der A 7, die am Grenztunnel FĂźssen in die StraĂe zum Fernpass Ăźbergeht.
Seit 2025 ist FĂźssen Kneippheilbad.
Contents
⢠Geographie
⢠Lage
⢠Geologie
⢠Kernstadt
⢠Klima
⢠Geschichte
⢠Eingemeindungen
⢠Politik
⢠Stadtrat
⢠Bßrgermeister
⢠Wappen
⢠Bauwerke
⢠Sport
⢠Kulturpreise
⢠Bildung
⢠Tourismus
⢠Verkehr
⢠Gesundheitswesen
⢠Wasserversorgung
⢠Garnison
⢠Dialekt
⢠Panorama
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Lage
FĂźssen liegt in der Region Allgäu, im SĂźden von Schwaben. Die Stadt ist dabei Luftlinie 33 km von Kempten (Allgäu) und 91 km von MĂźnchen entfernt. Im Osten wird die Stadt und die Umgebung von den Ammergauer Alpen begrenzt, im SĂźden von den Allgäuer Alpen bzw. den Lechtaler Alpen, im Westen vom WeiĂensee und im Norden vom Hopfensee bzw. Forggensee. Durch die Stadt flieĂt der Lech, der im Lechquellengebirge entspringt und bei Rain in die Donau mĂźndet. Dieser Donauzufluss passiert zunächst am sĂźdlichen Stadtrand, nahe der Grenze zu Tirol, den Lechfall, flieĂt dann durch das Stadtgebiet und weiter zum nordĂśstlich gelegenen Forggensee. Ebenfalls auf dem Gebiet der Stadt liegen Hopfensee, WeiĂensee, Alatsee, Eschacher Weiher und Wiedemannweiher. Am Faulenbach, der den Alatsee zum Lech hin entwässert, liegen Obersee und Mittersee.
Mit 808 m Ăź. NHN ist FĂźssen die hĂśchstgelegene Stadt Bayerns.
Der niedrigste Geländepunkt liegt bei ca. 775 m ß. NHN (Forggensee), der hÜchste bei 1288 m ß. NHN (Salober).
Geologie
NĂśrdlich der Stadt sind sehr oft Flysch, Schotter und mooriges bzw. anmooriges Gelände zu finden, sĂźdlich dagegen Jurakalkalpin, Wettersteinkalk, Hauptdolomit und ebenfalls Schotter. Im Osten ist auch eine hohe Quote von Kreidekalkalpin zu finden. Der Lechfall ist auĂerdem von sehr groĂer Bedeutung. Er entstand in der WĂźrm-Kaltzeit und bildete sich nach dem RĂźckzug des Lechgletschers. Damals bildete sich zusammen mit dem Abschmelzen der Eismassen ein groĂer See im Lech- und Vilstal, der bis nach Pfronten reichte (etwa auf HĂśhe des Pfrontener Sees). Wie eine Badewanne fĂźllte sich dieses Becken, das nach Norden durch einen HĂśhenzug aus Wettersteinkalken begrenzt wurde. An der tiefsten Stelle des Beckenrandes, beim heutigen Lechfall, befand sich der Ăberlauf. Die Wassermengen fielen bis zu 100 Meter in die Tiefe und ergossen sich in den damals vorhandenen FĂźssener See. Erst nachdem sich der Lech an dieser Stelle einen Durchlass durch den Wettersteinkalk gegraben hatte und diesen immer weiter vertiefte, konnte das Wasser langsam nach Norden abflieĂen, und dieser Ur-See fiel nach und nach trocken. AuĂerdem ist die Lechschlucht die einzige im gesamten bayerischen Alpenraum, durch die ein grĂśĂerer Alpenfluss noch frei und von Menschenhand ungehindert flieĂen kann.cite-ref-2[2]
Gemeindegliederung
Siehe auch
:
Systematische Gliederung der Gemeindeteile von FĂźssen
⢠Achmßhle (Weiler)
⢠Bachthal (EinÜde)
⢠Bad Faulenbach (Stadtteil)
⢠Bebele (Dorf)
⢠Benken (Dorf)
⢠Brand (EinÜde)
⢠Ehrwang (Weiler)
⢠Enzensberg (Dorf)
⢠Erkenbollingen (Dorf)
⢠Eschach (Dorf)
⢠Fischerbichl (Dorf)
⢠Fßssen (Hauptort)
⢠Häusern (EinÜde)
⢠Heidelsbuch (Weiler)
⢠Hinteregg (Weiler)
⢠Hof (EinÜde)
⢠Hopfen am See (Pfarrdorf)
⢠Hub (Weiler)
⢠Hubmannsegg (EinÜde)
⢠Moos (Dorf)
⢠Niederried (Weiler)
⢠Oberdeusch (Weiler)
⢠Oberkirch (Kirchdorf)
⢠Oberried (Weiler)
⢠Rohrweiher (EinÜde)
⢠RoĂmoos (Dorf)
⢠Schwarzenbach (Dorf)
⢠See (Dorf)
⢠SpÜttl (EinÜde)
⢠Steigmßhle (EinÜde)
⢠Thal (Weiler)
⢠Unterdeusch (EinÜde)
⢠Vilser (Weiler)
⢠Vorderegg (Dorf)
⢠WeiĂensee (Pfarrdorf)
⢠Wiedmar (Dorf)
⢠Wies (Weiler mit Kirche)
⢠WÜrth (Weiler)
Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen FĂźssen, Eschach, Hopfen am See und WeiĂensee.
Kernstadt
Zum Kernstadtgebiet gehĂśren die Stadtteile Altstadt (Stadtmitte), FĂźssen-West (im Westen der Stadt), die Ziegelwies (im SĂźden der Stadt) und das Weidach (im Nordosten der Stadt). Die Grenzen der Gemeindeteile sind teilweise nicht eindeutig definiert.
Klima
FĂźssen liegt mit der Jahresdurchschnittstemperatur und der Niederschlagsmenge in der gemäĂigten Zone. Der kälteste Monat ist der Januar mit einer Durchschnittstemperatur von â1,5 °C und einer durchschnittlichen TageshĂśchsttemperatur von 1,4 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 16,13 °C und einer durchschnittlichen Tiefsttemperatur von 11,55 °C. Der Sommer ist mit einer Durchschnittstemperatur von 14â16 °C sehr angenehm, jedoch muss in dieser Zeit auch mit sehr viel Niederschlag gerechnet werden. Im Winter gibt es sehr wenig Niederschlag bei niedrigen Temperaturen. Die durchschnittliche Anzahl der Sonnenstunden pro Tag beläuft sich auf 4,9, die gesamte Anzahl der Regentage auf 172.
Am 25. Mai 1920 wurde ein Wetterrekord aufgestellt. Dabei erreichte FĂźssen die grĂśĂte Niederschlagsintensität in Deutschland von 126 mm in 8 Minuten.cite-ref-5[5]
Geschichte
FĂźssens Wurzeln reichen bis in die RĂśmerzeit zurĂźck. Der Ort entwickelte sich an der von Norditalien nach Augsburg fĂźhrenden RĂśmerstraĂe Via Claudia Augusta, die Kaiser Claudius um 50 n. Chr. anlegen lieĂ. Grabungen auf dem FĂźssener Schlossberg lieĂen Fundamente eines spätrĂśmischen Kastells aus dem 4./5. Jahrhundert erkennbar werden. Laut der Notitia Dignitatum war hier um 400 n. Chr. eine Abteilung der legio III Italica stationiert. Vermutlich hat es aber bereits vor dem Jahr 260 ein rĂśmisches Militärlager an dieser strategisch wichtigen Stelle gegeben, das Kastell Foetibus. Der Name Foetibus/Foetes wird als Latinisierung des germanischen fot (FuĂ) verstanden und kĂśnnte sich auf die Lage zu den FĂźĂen der Berge beziehen. Hieraus entwickelte sich später der Name des Ortes Ăźber Fozen (1147), Fozin (1188), Fuozzen (1206), FĂźzzen (1366) zum heutigen FĂźssen (ab 1424). Eine alternative Erklärung der Namensherkunft, wenngleich wohl eine spätere Umdeutung, ist vom lateinischen fauces (Schlund, Zugang, Engpass) mit Bezug auf die Lechschlucht.cite-ref-8[8]
Im späteren 5. Jahrhundert wurde das rĂśmische Kastell geräumt. Im Jahre 748 soll Magnus, ein später als Heiliger anerkannter Missionar aus St. Gallen, am Ort eine Zelle eingerichtet haben. Durch den Zuzug weiterer MĂśnche entstand im achten Jahrhundert das nach ihm benannte Benediktinerkloster St. Mang, das den Augsburger BischĂśfen unterstand. Um dieselbe Zeit wurde daneben wohl auch ein fränkischer KĂśnigshof angelegt. FĂźssen war ein wirtschaftlicher Umschlagsort zwischen SĂźd- und Nordeuropa, weil der Lech nach dem Lechfall bei FĂźssen schiffbar wurde und das Transportgut von den alpenĂźberquerenden Saumpferden der Via Claudia Augusta hier umgeladen wurde. Vor allem als SalzstraĂe gewann die Route im Mittelalter Bedeutung.
Die Vogtei Ăźber das Hochstift Augsburg wurde anfänglich von den Welfen ausgeĂźbt, jedoch ab 1191 infolge Kaufvertrags zu einem der welfischen ErbgĂźter der Staufer. Nach dem Tod des letzten Staufers Konradin, der 1268 in Neapel hingerichtet wurde, fiel das Herzogtum Schwaben an das Reich zurĂźck, während die Vogtei Ăźber das Augsburger Hochstift zum Streitobjekt zwischen den BischĂśfen von Augsburg und den HerzĂśgen von Bayern wurde. Konradin hatte die Vogtei 1266 und 1267 unrechtmäĂig an seinen Onkel, den bayerischen Herzog, verpfändet. Herzog Ludwig II. versuchte seine AnsprĂźche auf das FĂźssener Gebiet durch die Anlage einer Burg Ăźber dem Kloster abzusichern, das Hohe Schloss. Auch der Stiefvater Konradins, der Tiroler Graf Meinhard II., meldete seine AnsprĂźche an, indem er 1270 an der Grenze nahe FĂźssen die Burg Falkenstein errichten lieĂ.
Im Jahre 1292 kam es nach heftigen Auseinandersetzungen zu einem Vergleich, bei dem der Herzog auf die Burg Fßssen und den Ausbau weiterer Befestigungen in der Region verzichtete. Im Jahre 1313 verpfändete Kaiser Heinrich VII. die Vogtei ßber die Gßter des Bistums an Bischof Friedrich I. 1322 erwarb das Hochstift den Burgberg auf dem Tauschweg und machte die Veste zum Sitz des Pflegamtes Fßssen. Im Jahre 1363 war die Burg bereits in die Stadtbefestigung integriert. In den Jahren ab 1486 erfolgte unter Bischof Friedrich II. von Zollern ein umfangreicher Um- und Ausbau des Pflegschlosses, der das Bild des Hohen Schlosses bis heute bestimmt.
Unterdessen hatte sich unten am Lech eine Siedlung entwickelt, die schlieĂlich im 13. Jahrhundert den Umfang einer ansehnlichen Stadt erreichte, damals die grĂśĂte im Allgäu. Angenommen wird, dass die Stadt seit 1286 bzw. 1294 das Stadtrecht besitzt. Kaiser Heinrich VII. verpfändete fĂźr eine Schuld von 400 Mark Silber Gebiet und Ort im Jahr 1313 an den Bischof von Augsburg. Das Pfand wurde nie mehr ausgelĂśst, sondern durch die kaiserlichen Nachfolger 1314 (Friedrich der SchĂśne) und 1322 (Ludwig der Bayer) in seiner Existenz akzeptiert. Mit Ăbertragung der vollen Gerichtsbarkeit durch Kaiser Karl IV. auf das Hochstift und Bistum Augsburg wurde das Gebiet der Reichsvogtei FĂźssen endgĂźltig Eigentum des fĂźrstlichen Oberhirten.
Von 1486 bis 1505 bauten die Augsburger FßrstbischÜfe die gotische Fßssener Burg zum Hohen Schloss aus, das ßber der mittelalterlichen Stadt thront und als Sommerresidenz der Kirchenfßrsten genutzt wurde. Im Schmalkaldischen Krieg wurde das katholische Fßssen von einer Truppe der oberdeutschen Städte unter dem protestantischen Landsknechtfßhrer Sebastian Schertlin von Burtenbach am 10. Juli 1546 besetzt. Die heutige Klosterkirche entstand in den Jahren 1701 bis 1726.
Die Stadt erlebte die erste BlĂźtezeit im Anfang des 16. Jahrhunderts, als Kaiser Maximilian I. mit seinem Hofstaat fast 40-mal in FĂźssen weilte. Die ZerstĂśrungen des DreiĂigjährigen Krieges bedeuteten einen tiefen Einschnitt fĂźr den Handelsplatz FĂźssen, von dem er sich nur sehr langsam erholte.
Am 22. April 1745 erlangte der Ort kurzzeitig Ăźberregionale Bedeutung. Im Frieden von FĂźssen erklärte Bayerns KurfĂźrst Maximilian III. Joseph den Verzicht auf zuvor geltend gemachte Ăśsterreichische ErbansprĂźche und besiegelte damit auch das Ende versuchter bayerischer GroĂmachtpolitik. Bayern war nun aus dem von seinem Vater, Kaiser Karl VII. Albrecht, ausgelĂśsten Ăsterreichischen Erbfolgekrieg ausgeschieden. Am 6. Mai 1782 nächtigte Papst Pius VI., aus Augsburg kommend, im Hohen Schloss auf seiner RĂźckreise von Wien nach Rom. Als Folge der Säkularisation wurde FĂźssen nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 Teil des KurfĂźrstentums Bayern. Ausnahmen bildeten zum einen das Franziskanerkloster, das 1803 beim Deutschorden verblieb und von diesem 1805 an Bayern abgetreten wurde, und zum anderen St. Mang, das an das FĂźrstenhaus Oettingen-Wallerstein fiel und erst 1806 zu Bayern kam. Bis zur Gebietsreform von 1972 war FĂźssen Kreisstadt des Landkreises FĂźssen. Eine besondere Bedeutung erlangte FĂźssen zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert mit dem hier angesiedelten Spezialhandwerk der Lautenmacher und Geigenbauer. So gilt FĂźssen als die Wiege des gewerbsmäĂig betriebenen Lautenbaus in Europa. Im Jahre 1562 wurde hier auch die erste Lautenmacher-Zunft Europas gegrĂźndet.
Johann Wolfgang von Goethe durchquerte FĂźssen am 20. Oktober 1790 auf seiner 2. Reisecite-ref-9[9] nach Italien mit dem Ziel Venedig. Er hatte in StĂśtten am Auerberg Ăźbernachtet und kam Ăźber die noch befahrbare Trasse der Via Claudia Augusta durch FĂźssen.
Mit dem Aufkommen der Industrialisierung wurden 1861 auf dem Lechgries die Hanfwerke Fßssen als Mechanische Seilerwarenfabrik Fßssen gegrßndet. 1920 erfolgte ein Zusammenschluss zu den Hanfwerken Fßssen-Immenstadt. Die Werke waren bis ins späte 20. Jahrhundert der bedeutendste Produzent von Hanf- und Spinnfäden in Deutschland und mit bis zu 1500 Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber in Fßssen.cite-ref-10[10]
Den Zweiten Weltkrieg ßberstand Fßssen fast unbeschädigt, abgesehen von der Sprengung der Lechbrßcke in den letzten Kriegstagen durch eigene Truppen, bei der auch angrenzende Häuser beschädigt wurden.cite-ref-11[11]
Die Region um Fßssen, bekannt als KÜnigswinkel, ist eine touristische Hochburg. In unmittelbarer Nähe stehen die KÜnigsschlÜsser Neuschwanstein und Schloss Hohenschwangau.
Der Eishockey-Club EV FĂźssen wurde in den Jahren 1949 bis 1973 16 Mal Deutscher Meister im Eishockey. Diese sportlichen Erfolge trugen auch zur Bekanntheit von FĂźssen bei.
Einwohnerentwicklung
Fßssen wuchs von 1988 bis 2008 um 1063 Einwohner bzw. um etwa acht Prozent. Seit 2011 wächst die Stadt um jährlich 100 bis 500 Einwohner an.cite-ref-13[13] Im Jahre 2017 zählte die Kernstadt ca. 12.900 Einwohner, die ehemaligen Gemeinden Hopfen am See ca. 1.100 und Weissensee ca. 1.500 Einwohner. Zwischen 1988 und 2018 stieg die Einwohnerzahl um insgesamt 2.435 bzw. 18,5 %.
Quelle: BayLfStat
Eingemeindungen
Die Gemeinde Faulenbach wurde am 1. November 1921 eingemeindet.cite-ref-14[14] Im Zuge der Gemeindegebietsreform kamen am 1. Mai 1978 die Gemeinden Hopfen am See (mit dem am 1. April 1971 eingemeindeten Eschach) und WeiĂensee dazu.cite-ref-15[15]
Konfessionsstatistik
Der Anteil der Protestanten und Katholiken an der GesamtbevÜlkerung sinkt jährlich um 1 %. Gemäà dem Zensus 2022 waren 37,6 % der Einwohner katholisch, 12,5 % evangelisch, und 49,8 % waren konfessionslos, gehÜrten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.cite-ref-16[16]cite-ref-17[17]cite-ref-18[18]
Die Zahl der Kirchenaustritte war im Jahr 2024 205(1 Prozent der GesamtbevĂślkerung) â im Vorjahr 2023 gab es fast 2 Prozent der GesamtbevĂślkerung an Kirchenaustritten (268).cite-ref-19[19]
Politik
Stadtrat
Die Kommunalwahl vom 15. März 2020 fßhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-20[20]
| Partei/Liste | Sitze 2014 | Sitze 2020 | Stadtratswahl 2020 Wahlbeteiligung: 50,6 % (2014: 50,3 %) % 40 30 20 10 0 31,9 % 22,2 % 14,4 % 13,9 % 8,7 % 4,3 % 2,9 % CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2014 %p 10 8 6 4 2 0 â2 â4 â6 â8 â10 â12 â14 â16 â0,5 %p +6,9 %p +2,6 %p +8,7 %p â16,0 %p â0,9 %p â1,2 %p CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100% |
|---|---|---|---|
| CSU | 8 | 8 | Stadtratswahl 2020 Wahlbeteiligung: 50,6 % (2014: 50,3 %) % 40 30 20 10 0 31,9 % 22,2 % 14,4 % 13,9 % 8,7 % 4,3 % 2,9 % CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2014 %p 10 8 6 4 2 0 â2 â4 â6 â8 â10 â12 â14 â16 â0,5 %p +6,9 %p +2,6 %p +8,7 %p â16,0 %p â0,9 %p â1,2 %p CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100% |
| Freie Wähler FĂźssen (FW) | 4 | 5 | Stadtratswahl 2020 Wahlbeteiligung: 50,6 % (2014: 50,3 %) % 40 30 20 10 0 31,9 % 22,2 % 14,4 % 13,9 % 8,7 % 4,3 % 2,9 % CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2014 %p 10 8 6 4 2 0 â2 â4 â6 â8 â10 â12 â14 â16 â0,5 %p +6,9 %p +2,6 %p +8,7 %p â16,0 %p â0,9 %p â1,2 %p CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100% |
| FĂźssen-Land (FL) | 3 | 4 | Stadtratswahl 2020 Wahlbeteiligung: 50,6 % (2014: 50,3 %) % 40 30 20 10 0 31,9 % 22,2 % 14,4 % 13,9 % 8,7 % 4,3 % 2,9 % CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2014 %p 10 8 6 4 2 0 â2 â4 â6 â8 â10 â12 â14 â16 â0,5 %p +6,9 %p +2,6 %p +8,7 %p â16,0 %p â0,9 %p â1,2 %p CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100% |
| BĂźndnis 90/Die GrĂźnen | 1 | 3 | Stadtratswahl 2020 Wahlbeteiligung: 50,6 % (2014: 50,3 %) % 40 30 20 10 0 31,9 % 22,2 % 14,4 % 13,9 % 8,7 % 4,3 % 2,9 % CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2014 %p 10 8 6 4 2 0 â2 â4 â6 â8 â10 â12 â14 â16 â0,5 %p +6,9 %p +2,6 %p +8,7 %p â16,0 %p â0,9 %p â1,2 %p CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100% |
| SPD | 6 | 2 | Stadtratswahl 2020 Wahlbeteiligung: 50,6 % (2014: 50,3 %) % 40 30 20 10 0 31,9 % 22,2 % 14,4 % 13,9 % 8,7 % 4,3 % 2,9 % CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2014 %p 10 8 6 4 2 0 â2 â4 â6 â8 â10 â12 â14 â16 â0,5 %p +6,9 %p +2,6 %p +8,7 %p â16,0 %p â0,9 %p â1,2 %p CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100% |
| Unabhängige BĂźrgerliste / FDP | 1 | 1 | Stadtratswahl 2020 Wahlbeteiligung: 50,6 % (2014: 50,3 %) % 40 30 20 10 0 31,9 % 22,2 % 14,4 % 13,9 % 8,7 % 4,3 % 2,9 % CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2014 %p 10 8 6 4 2 0 â2 â4 â6 â8 â10 â12 â14 â16 â0,5 %p +6,9 %p +2,6 %p +8,7 %p â16,0 %p â0,9 %p â1,2 %p CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100% |
| BĂźrger fĂźr FĂźssen (BFF) | 1 | 1 | Stadtratswahl 2020 Wahlbeteiligung: 50,6 % (2014: 50,3 %) % 40 30 20 10 0 31,9 % 22,2 % 14,4 % 13,9 % 8,7 % 4,3 % 2,9 % CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2014 %p 10 8 6 4 2 0 â2 â4 â6 â8 â10 â12 â14 â16 â0,5 %p +6,9 %p +2,6 %p +8,7 %p â16,0 %p â0,9 %p â1,2 %p CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100% |
| Gesamt | 24 | 24 | Stadtratswahl 2020 Wahlbeteiligung: 50,6 % (2014: 50,3 %) % 40 30 20 10 0 31,9 % 22,2 % 14,4 % 13,9 % 8,7 % 4,3 % 2,9 % CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2014 %p 10 8 6 4 2 0 â2 â4 â6 â8 â10 â12 â14 â16 â0,5 %p +6,9 %p +2,6 %p +8,7 %p â16,0 %p â0,9 %p â1,2 %p CSU FW FL GrĂźne SPD FDP BFF Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100% |
BĂźrgermeister
⢠vor 1805: Johann Baptist Zotz (* 31. Mai 1755 in Bichlbach)
Vor 1806 gab es in Fßssen zwischen zwei und vier ehrenamtliche Bßrgermeister, die halbjährlich wechselten.cite-ref-21[21]
| Name | Lebensdaten | Amtszeit |
|---|---|---|
| August Schweiger | (* 1766; â 1815) | 1806â1815 |
| Adam Frank | (* 1766; â 1829) | 1815â1821 |
| Mathias Lecker | (* 1786; â 1831) | 1827â1829 |
| Jakob Winterhalter | (* 1785; â 1858) | 1829â1835 |
| Josef Bosch | (* 1785; â 1855) | 1835â1841 |
| Kaspar Schradler | (* 1803; â 1879) | 1841â1847 |
| Josef Bosch | (* 1785; â 1855) | 1847â1853 |
| Josef Lecker | (* 1818; â 1905) | 1853â1865 |
| Anton Geisenhof | (* 1817; â 1900) | 1865â1874 |
| Georg Zächerl | (* 1828; â 1893) | 1875â1892 |
| Ludwig Schradler | (* 1830; â 1916) | 1894â1898 |
| Johann Albrecht | (* 1846; â 1916) | 1898â1899 |
| Georg Wallner | (* 1843; â 1916) | 1900â1912 |
| Jakob Spitzauer | (* 1883; â 1969) | 1912â1915 |
| Adolf Moser | (* 1881; â 1965) | 1915â1929 |
| Michael Samer | (* 1879; â 1957) | 1929â1939 |
| Hanns Frank | (* 1902; â 1945) | 1939â1945 |
| Eduard Feigel | (* 1894; â 1982) | 1945 |
| Robert Erhard | (* 1881; â 1952) | 1945â1948 |
| Sigismund Schmidt | (* 1902; â 1977) | 1948â1952 |
| Michael Samer | (* 1879; â 1957) | 1952â1956 |
| Ernst Enzinger | (* 1918; â 1977) | 1956â1974 |
| Otto Wanner | (* 1919; â 2004) | 1974â1990 |
| Paul Wengert | (* 1952) | 1990â2002 |
| Christian Gangl | (* 1962) | 2002â2008 |
| Paul Iacob | (* 1951) | 2008â2020 |
| Maximilian Eichstetter | (* 1985) | seit 2020 [ 22 ] [ 23 ] |
Wappen
Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften
Fßssen unterhält Städtepartnerschaften mit
⢠Italien Palestrina, Italien (seit 1972)
⢠Japan Numata, Präfektur Gunma, Japan (seit 1995), wie FĂźssen an der Romantischen StraĂe, liegt Numata an der Japanischen Romantischen StraĂecite-ref-25[25]
⢠Italien Cremona, Italien (seit 2018), als Metropole des Geigenbaus verbunden mit Fßssen als Wiege des Lauten- und Geigenbaus in Europacite-ref-26[26]
sowie eine Städtefreundschaft mit
Auszeichnungen und Ehrungen
Die Stadt FĂźssen verleiht an PersĂśnlichkeiten, die sich um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben, das EhrenbĂźrgerrecht nach Artikel 16 der Gemeindeordnung fĂźr den Freistaat Bayern, den Goldenen Ehrenring der Stadt FĂźssen, die BĂźrgermedaille der Stadt FĂźssen und den Ehrenbrief der Stadt FĂźssen.cite-ref-28[28]
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
FĂźssen liegt an der Schwäbischen BäderstraĂe. Die Romantische StraĂe hat zudem ihren Endpunkt in FĂźssen.
Theater und Museen
Im NordflĂźgel des spätgotischen Hohen Schlosses, der Residenz der FĂźrstbischĂśfe von Augsburg, befindet sich eine Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Hier fĂźgen sich spätgotische Tafelbilder und Skulpturen in die ehemaligen Residenzräume ein und bieten einen Ăberblick Ăźber die Kunst zur Zeitenwende des 15. und 16. Jahrhunderts im Allgäu und in Schwaben. Besonders sehenswert ist der so genannte Rittersaal mit seiner Kassettendecke, mit den Reliefs der Bistumsheiligen Ulrich, Afra und Simpert und der Muttergottes. Glasgemälde von Hans Holbein dem Ălteren und Hans Burgkmair dem Ălteren lassen die kulturelle BlĂźte in FĂźssen zur Zeit Kaiser Maximilians I. erahnen.
Ebenfalls im NordflĂźgel des Hohen Schlosses ist die Städtische Gemäldegalerie untergebracht. SchwerpunktmäĂig ist sie der Kunst des 19. Jahrhunderts gewidmet, der MĂźnchner Malerschule mit Gemälden von Carl Spitzweg, Franz von Defregger und dem in FĂźssen verstorbenen KĂźnstler Oskar Freiwirth-LĂźtzow (1862â1925). Das zeichnerische Werk von Franz Graf von Pocci (1807â1876) aus der Pocciana-Sammlung in Familienbesitz wird in Wechselausstellungen gezeigt. Das kĂźnstlerische Werk der Kultur- und Kunstpreisträger der Stadt FĂźssen Percy Rings (1901â1994) und Gottfried Andreas Herrmann (1907â2002) ist hier zu sehen.
Das Museum der Stadt Fßssen ist im ehemaligen Kloster St. Mang untergebracht. Es zeigt eine Sammlung zur Stadtgeschichte, der Geschichte des Klosters und des Lauten- und Geigenbaus in Fßssen. Im Museum sind auch die Annakapelle und die barocken Repräsentationsräume des Klosters zu besichtigen.
Das Festspielhaus Neuschwanstein (ehemals Ludwigs Festspielhaus) ist ein Veranstaltungshaus mit Blick auf Schloss Neuschwanstein. Es wurde 2000 eigens fĂźr das Musical Ludwig II. â Sehnsucht nach dem Paradies erbaut, seit 2016 wird das Musical Ludwig² (die Nachfolgeproduktion von 2005 in einer Neuinszenierung) aufgefĂźhrt.
Bauwerke
⢠Kloster St. Mang mit Stadtpfarrkirche St. Mang: Das ehemalige Benediktinerkloster reicht zurĂźck auf das Wirken des hl. Magnus um 750 in FĂźssen. Doch das heutige Barockkloster wurde zwischen den Jahren 1697 und 1726 errichtet. Die symmetrisch angeordnete Barockanlage im italienisch anmutenden Stil plante der einheimische Baumeister Johann Jakob Herkomer (1652â1717), welcher seine Architekturausbildung vor allem in Venedig erfuhr. Den Mittelpunkt der Anlage bildet der FĂźrstensaal mit seiner reich stuckierten und freskierten Ausstattung, die der Innenarchitekt Carlo Andrea Maini aus Arognocite-ref-29[29] plante und der Kemptener Hofmaler Franz Georg Hermann gestaltete. Das reichhaltige Bildprogramm unterstreicht die Bedeutung der Abtei als geistliches und weltliches Zentrum im FĂźssener Land. Bereits im 18. Jahrhundert wurde die Anlage als bemerkenswert eingeschätzt, besonders auch die originelle Anordnung von Bibliothek und Refektorium (Speisesaal) im SĂźdtrakt.
⢠Frauenkirche am Berg: Die Kirche jenseits des Lechs wurde 1682/83 von Johann Schmuzer an der Stelle einer älteren Kirche erbaut. Im Chor baute man 1854 eine Kapelle ein, welche den Beginn des Fßssener Kalvarienberges bildet.
⢠Krippkirche: Der schmale, einschiffige Bau von 1717 ist ein Werk von Johann Georg Fischer.
⢠Alter Friedhof mit Kirche St. Sebastian: An den Chor des ursprßnglichen Baus aus dem Jahr 1507 im Osten der Stadt setzte Johann Georg Fischer 1721 bis 1725 ein breites, saalartiges Langhaus.
⢠Feldkirche St. Ulrich und Afra: Dieses einfache, feingegliederte Bauwerk im Norden entstand 1724/25.
⢠Franziskanerkirche: Die 1763 bis 1767 erbaute Kirche des Fßssener Franziskanerklosters besitzt eine Rokokoausstattung.
⢠Spitalkirche Heilig Geist: Sie ist ein Werk Franz Karl Fischers aus den Jahren 1748/49. Die Fassade trägt eine Freskobemalung.
⢠evangelisch-lutherische Christuskirche, erbaut 1906 nach Entwurf von Eugen Behles, umgebaut 1969
⢠Luitpolddenkmal in der Mitte des Kreisverkehrs am Prinzregentenplatz
⢠Katholische Filialkirche St. Nikolaus in Oberkirch
⢠Katholische Pfarrkirche St. Walburga in WeiĂensee
⢠Das Kornhaus am Schrannenplatz gehÜrt zu den ältesten erhaltenen Gebäuden der Stadt.
⢠Das Gesellenhaus am Schrannenplatz ist ehemaliger Sitz der Stadtvogtei.
Siehe auch
:
Liste der Baudenkmäler in Fßssen
Grßnflächen und Naherholung
Am Lechfall hat sich der Lech durch den Felsen gegraben. Am rechten Steilufer befindet sich der Magnustritt, wo der heilige Magnus einer Legende nach bei einem Sprung Ăźber die Schlucht seinen FuĂtritt hinterlassen haben soll. Der Kalvarienberg bietet eine Aussicht auf Stadt, KĂśnigsschlĂśsser und Lechtal. Direkt hinter dem Hohen Schloss befindet sich der Stadtpark Baumgarten, ein ruhig gelegene Park mit der âWasserburgâ (einem im 19. Jahrhundert errichteten Wasserspeicher im Stil einer Burgruine). Das Walderlebniszentrum Ziegelwies ist ein grenzĂźberschreitendes Walderlebniszentrum an der Landesgrenze zu Ăsterreich.
Die Stadt betreibt zwei FriedhĂśfe: den Waldfriedhof und den Städtischen Friedhof Hopfen am See. Daneben gibt es noch die kirchlich betriebenen FriedhĂśfe: den Sebastiansfriedhof, den Kirchfriedhof von St. Peter und Paul in Hopfen am See und den Kirchfriedhof von St. Walburga in WeiĂensee.
RegelmäĂige Veranstaltungen
⢠Neujahrsfackelschwimmen der Ostallgäuer Wasserwachten im Lech. Die FĂźssener BĂśllerschĂźtzen begrĂźĂen das neue Jahr, zum Abschluss findet ein Feuerwerk Ăźber dem Lech statt.
⢠âFĂźssen goes Jazzâ
⢠Musikfestival âVielsaitigâ
⢠Kaisersaalkonzerte im Kaisersaal des Klosters St. Mang
⢠historische UmzĂźge â âFĂźssen in der Renaissanceâ (Juni)
⢠Fßssener Stadtfest (August)
⢠Adventsmarkt (an zwei Adventswochenenden, im barocken Innenhof des Klosters St. Mang)
⢠Rutschparty am 30. Dezember auf dem Kaiser-Maximilian-Platz
⢠Silvester am 31. Dezember im Festspielhaus Neuschwanstein
Sport
In und um Fßssen gibt es u. a. die Sportvereine EV Fßssen und Ostallgäuer Gleitschirmflieger. Zu den Sporteinrichtungen gehÜrt der ßberregional bekannte Bundesstßtzpunkt fßr Eishockey und Curling. Die Altstadt von Fßssen ist Start- und Zielpunkt des jährlichen KÜnigsschlÜsser-Romantik-Marathons.
Seit 1991 veranstaltet die Stadt Fßssen jährlich im Sommer die Fßssener Sporttage. Die Stadtolympiade wird unter anderem von lokalen Sportvereinen und dem FÜrderverein Eishockey Nachwuchs Ostallgäu ausgerichtet und besteht aus einer Mannschaftsolympiade und einer Kinder- und Jugendolympiade.cite-ref-30[30] Im Jahr 2025 hatte sie 729 Teilnehmer.cite-ref-31[31]
Kulturpreise
Seit 1988 verleiht die Stadt FĂźssen in unregelmäĂigen Abständen den Kultur- und Kunstpreis der Stadt FĂźssen.cite-ref-satzung-2001-32-0[32] Seit 2012 vergibt sie den FĂźssener FĂśrderpreis fĂźr junge Kunstcite-ref-33[33] und seit 2018 den FĂźssener Preis fĂźr aktuelle Kunst.cite-ref-34[34]
Wirtschaft und Infrastruktur
Bildung
In FĂźssen befinden sich das Haus FĂźssen der Grundschule FĂźssen-Schwangau, die Montessori-Grundschule FĂźssen, die Anton-Sturm-Mittelschule, die Johann-Jakob-Herkomer-Realschule, das staatliche Gymnasium FĂźssen, das Sonderpädagogische FĂśrderzentrum Erich-Kästner-Schule, die Berufsschule Ostallgäu AuĂenstelle FĂźssen, die Sing- und Musikschule FĂźssen und die Volkshochschule FĂźssen. Die Stadtbibliothek FĂźssen ist in einem Teil des ehemaligen Klosters St. Mang untergebracht.
Tourismus
Mit jährlich knapp 1,5 Millionen touristischen Ăbernachtungen (Stand 2024)cite-ref-35[35] ist die Tourismuswirtschaft im Ort ein groĂer Wirtschaftsfaktor. FĂźr das Stadtmarketing und fĂźr Touristen ist das Kommunalunternehmen FĂźssen Tourismus und Marketing zuständig. Auf Ăbernachtungen wird ein Kurbeitrag erhoben, mit dem die touristische Infrastruktur finanziert wird.cite-ref-36[36]
FĂźssen ist anerkannter Kneippkurort und seit 2025 auch Kneippheilbad, die Anerkennung gilt fĂźr das gesamte Gemeindegebiet. Zudem tragen Hopfen am See und WeiĂensee das Prädikat Luftkurort und Bad Faulenbach das Prädikat Moorheilbad.cite-ref-37[37]
Verkehr
Schienenverkehr
Der im Zentrum der Stadt gelegene Bahnhof FĂźssen ist ein Kopfbahnhof mit zwei Bahnsteiggleisen. Er ist seit 1889 Endpunkt der Bahnstrecke MarktoberdorfâFĂźssen. Der Neubau des Bahnhofsgebäudes, der den 2015 abgerissenen Vorgängerbau ersetzt, wurde 2016 erĂśffnet. Bis 2018 wurde der Bahnhof durch die DB Regio bedient. Ab Dezember 2018 bediente die Bayerische Regiobahn den Bahnhof jeweils im Zwei-Stunden-Takt auf den Linien MĂźnchenâFĂźssen und AugsburgâFĂźssen. Seit Dezember 2020 verkehrt die Linie Augsburg-FĂźssen als RB 77 im Stundentakt mit 4 TaktlĂźcken, in denen die Linie MĂźnchen-FĂźssen als RB 68 verkehrt.
Zudem trägt der Haltepunkt UlrichsbrĂźcke-FĂźssen an der AuĂerfernbahn den Namen der Stadt, dieser befindet sich jedoch circa vier Kilometer sĂźdwestlich der Stadtgrenze und auf Ăśsterreichischem Gebiet.
StraĂenverkehr
Im Westen der Stadt befindet sich die Anschlussstelle FĂźssen der Autobahn Bundesautobahn 7, die nach Norden in Richtung Autobahnkreuz Ulm/Elchingen verläuft. In Richtung SĂźden wird sie hinter dem Grenztunnel FĂźssen, am deutsch/Ăśsterreichischen GrenzĂźbergang, zur FernpassstraĂe, die weiter in Richtung Reutte verläuft. AuĂerdem verbindet die BundesstraĂe 17 FĂźssen an Peiting, Landsberg am Lech, Augsburg bis nach Gersthofen. Von hier kann man auf die Bundesautobahnen 96 und 8 auffahren. Ebenfalls verbindet die BundesstraĂe 16 die Stadt mit Kaufbeuren, GĂźnzburg, Dillingen an der Donau, Neuburg an der Donau, Neustadt an der Donau, Regensburg und Roding. Besonders ist, dass sich die BundesstraĂe 16 mit der BundesstraĂe 310 kreuzt und die BundesstraĂe 310 damit FĂźssen auch mit Oberjoch verbindet.
Im Üffentlichen Verkehr gibt es Busverbindungen u. a. nach Oberstdorf, Kempten (Allgäu) und Reutte. Betreiber sind Regionalverkehr Allgäu, Regionalverkehr Oberbayern, Postbus und andere Anbieter.
Luftverkehr
Die Passagierflughäfen in der Nähe von Fßssen mit Linien- und Charterflßgen sind Memmingen (etwa 75 km entfernt), Innsbruck (etwa 110 km entfernt), Friedrichshafen (etwa 120 km entfernt) und Mßnchen (etwa 160 km entfernt).
Etwa zwei Kilometer nÜrdlich des Zentrums liegt das Segelfluggelände Fßssen.
Fahrradverkehr
Durch FĂźssen fĂźhren die Fernradwege D-9 (Weserradweg / Romantische StraĂe), Via Claudia Augusta, Radrunde Allgäu, Bodensee-KĂśnigssee-Radweg und Lechradweg. Es ist Startpunkt des regionalen Radwanderwegs Schlossparkrunde und liegt an drei Themenrouten der Radreiseregion Schlosspark.
Gesundheitswesen
Die Klinik Fßssen wurde 1894 als Distriktkrankenhaus gegrßndet und gehÜrt heute zum Kommunalunternehmen Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Die Fachklinik Enzensberg bei Hopfen am See ist Stammhaus der privaten Klinikgruppe Enzensberg mit Schwerpunkt auf Akutmedizin und Rehabilitation.
Wasserversorgung
Die Stadt bezieht seit Anfang der 1980er Jahre ihr Trinkwasser aus den Brunnen beim Schwangauer Ortsteil Alterschrofen, geschĂźtzt durch ein ca. 105 ha groĂes Wasserschutzgebiet.
Garnison
In der Zeit des Nationalsozialismus erhielt die Stadt 1936 bei der Aufrßstung der Wehrmacht erstmals eine Garnison. In der Generaloberst-Bothmer-Kaserne waren Einheiten der 1. Gebirgs-Division untergebracht. 1945 ßbernahm die US-Armee die Anlage und nutzte sie als Burnette Kaserne. Sie wurde 1958 an die Bundeswehr ßbergeben (Jägerkaserne, 1964/65 umbenannt in Generaloberst-Dietl-Kaserne, 1995 in Allgäu-Kaserne) und beherbergte ßber Jahrzehnte Einheiten der 1. Gebirgsdivision, namentlich das Gebirgspanzerartilleriebataillon 225. Heute ist Fßssen Standort des Versorgungsbataillons 8, des Aufklärungsbataillons 10 und der Gebirgsaufklärungskompanie 23.
Dialekt
FĂźssen liegt am SĂźdostrand des alemannischen Sprachraums. Die sĂźdostschwäbische bzw. Ostallgäuer Mundart in und um FĂźssen â links wie rechts des oberen Lechs â zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass auch Anklänge der benachbarten sĂźdbairischen bzw. Tiroler Mundarten deutlich hĂśrbar sind.
Panorama
PersĂśnlichkeiten
â
Hauptartikel
:
Liste von PersĂśnlichkeiten der Stadt FĂźssen
Literatur
⢠FĂźssen. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 6, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885â1892, S. 802â803.
⢠Josef Feistle: Materialien zur Geschichte der Stadt Fßssen. Fßssen 1861.
⢠Rudibert Ettelt: Geschichte der Stadt Fßssen. Fßssen 1970 (Digitalisat).
⢠Rudibert Ettelt: Geschichte der Stadt Fßssen vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Jahr 1945. Fßssen 1979 (Digitalisat).
⢠Wolfgang WĂźst: BĂźrger und Räte, Ăbte, PrĂśpste und VĂśgte in der Residenzstadt FĂźssen. Städtische Autonomie und stiftsstaatliche Kontrolle im Absolutismus. In: Reinhold BĂśhm (Hrsg.): 1250 Jahre St. Mang in FĂźssen 750â2000. Alt-FĂźssen 1999, S. 104â117.
⢠Wolfgang WĂźst: FĂźssen. In: Werner Paravicini (Hrsg.): HĂśfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein dynastisch-topographisches Handbuch. Band 1: Dynastien und HĂśfe (= Residenzenforschung. 15 I/1,2). Ostfildern 2003, S. 204â205.
⢠Ingo Seufert: Kath. Stadtpfarrkirche St. Mang in Fßssen. 2. Auflage. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2011.
Weblinks
Commons
: FĂźssen
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: FĂźssen
â ReisefĂźhrer
⢠Website der Stadtverwaltung Fßssen
⢠Website des Kommunalunternehmens Fßssen Tourismus und Marketing
⢠Fßssen: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes fßr Statistik (PDF)
⢠Literatur von und ßber Fßssen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-by-11. Einwohnerzahlen â Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern â Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt fĂźr Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
cite-note-22. â Geschichte des Lechfalls von FĂźssen.
cite-note-33. â Gemeinde FĂźssen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
cite-note-44. â Gemeinde FĂźssen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium fĂźr Digitales, abgerufen am 21. Dezember 2021.
cite-note-55. â klima-owl.de
cite-note-62. mappedplanet.com
cite-note-73. klima.org
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cite-note-1111. â Aufzeichnungen Ăźber die letzten Kriegstage in und um FĂźssen. In: Historischer Verein âSäuling e. V.â (Hrsg.): Jahresschrift: âRund um den Säuling 2015â. FĂźssen 2015. S. 27â32 (PDF).
cite-note-124. Bayernportal: Stadt Fßssen, Landkreis Ostallgäu
cite-note-1313. â Einwohnerentwicklung der Stadt FĂźssen
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cite-note-2525. â BĂźrgermeister der FĂźssener Partnerstadt Numata gestorben. In: fuessenaktuell.de. 9. Januar 2020, abgerufen am 14. November 2023.
cite-note-2626. â Markus RĂśck: Carlo Alberto Carutti ist tot â Er verkuppelte die Geigenbauerstädte FĂźssen und Cremona. In: allgaeuer-zeitung.de. 4. März 2022, abgerufen am 14. November 2023.
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cite-note-2929. â Carlo Andrea Maini auf sueddeutscher-barock.ch
cite-note-3030. â FĂźssener Sporttage. Stadt FĂźssen, abgerufen am 1. Juli 2025.
cite-note-3131. â Rekord bei den FĂźssener Sporttagen: So viele Teilnehmer wie noch nie. In: kreisbote.de. 16. Juli 2025, abgerufen am 16. Juli 2025.
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